Die Bundeswehr plant ergänzende verpflichtende Maßnahmen zur Personalstaffung ihrer Einsatzkräfte in Litauen. Hintergrund ist die bisherige Personalbesetzung der Dienstposten vor Ort, die zu etwa 80 Prozent durch Freiwillige erfolgt ist. Damit sollte die notwendige Stärke der Brigade erreicht werden, ohne flächendeckend auf Zwangsversetzungen zurückgreifen zu müssen.
Die Entscheidung für verpflichtende Maßnahmen deutet darauf hin, dass sich das Freiwilligenprinzip allein nicht als ausreichend erwiesen hat, um alle erforderlichen Positionen dauerhaft zu besetzen. Durch die Kombination von Freiwilligenquoten und verbindlichen Aufträgen verfolgt die Bundeswehr einen Mittelweg zwischen Flexibilität und Planungssicherheit bei der Besetzung des Litauen-Einsatzes.
Litauen ist seit 2017 Standort einer deutschen Panzerbrigade als Bestandteil der NATO-Ostflankensicherung. Die Stationierung unterliegt rotierenden Mannschaftswechseln, wobei Personal regelmäßig ausgetauscht wird. Die Neuregelung bezüglich verpflichtender Maßnahmen trägt dieser dauerhaften Präsenz Rechnung und soll die Kontinuität der Brigade gewährleisten.
Quelle: Bundeswehr