Update 01.August 2026 19:56 Uhr
Fünf Tage lang unterstützten Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr die Bekämpfung der verheerenden Waldbrände in Südfrankreich. Mit ihren CH-53-Hubschraubern des HSG64 aus Laupheim und Holzdorf flogen sie 241 Löschwasserabwürfe mit 1.205.000 Litern und leisteten einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Menschen, Infrastruktur und Natur.
Update 31. Juli 2026 07:45 Uhr
Die Bundeswehr setzt ihre Unterstützung bei der Brandbekämpfung fort. Gestern wurden in 51 Umläufen insgesamt 255.000 Liter Wasser über dem Brandgebiet abgeworfen.
Update 30. Juli 2026 08:00 Uhr
Durch das Zusammenwirken der Rettungskräfte konnte eine weitere Ausbreitung der massiven Brände bei Bordeaux bislang verhindert werden. Die Besatzungen der beiden deutschen Transporthubschrauber vom Typ CH-53 haben seit Einsatzbeginn am frühen Nachmittag des 28. Juli 2026 bis zum Abend des gestrigen Tages bei insgesamt 92 Anflügen eine Löschwassermenge von 460.000 Litern über dem Brandgebiet abwerfen können.

Bericht vom 27. Juli 2026:
Die Bundeswehr hat am Montag, 27. Juli 2026, zwei Transporthubschrauber des Typs CH-53 sowie Löschgerät und weiteres Material nach Südfrankreich verlegt, um die französischen Streitkräfte bei der Bekämpfung schwerer Waldbrände zu unterstützen. Der Einsatz erfolgt auf Anfrage der französischen Behörden und ist laut Bundesverteidigungsministerium (BMVg) zunächst auf fünf Tage angelegt.
Die Waldbrände im Südwesten Frankreichs und in Spanien haben sich nach Angaben der Quelle in den vergangenen Tagen erheblich ausgeweitet. Eine Eindämmung der Brände sei bisher nicht gelungen; die Lage stelle für die betroffene Bevölkerung eine existenzielle Bedrohung dar.
Das BMVg erklärte, Deutschland habe nach der Anfrage der französischen Behörden umgehend geeignete Kapazitäten identifiziert und in Einsatzbereitschaft versetzt. Die beiden CH-53-Hubschrauber wurden gemeinsam mit Feuerlöschmaterial an Bord eines Airbus A400M zur französischen Militärbasis Cazaux verlegt. Der geplante Einsatzschwerpunkt liegt in der Waldbrandregion um Bordeaux, der Einsatzzeitraum ist in Absprache mit den französischen Partnern vorerst auf fünf Tage begrenzt.

Der Einsatz folgt auf eine Ankündigung von Bundeskanzler Friedrich Merz vom vergangenen Samstag, wonach Deutschland Unterstützung für die Löscharbeiten bereitstellen werde.
Auf Anfrage der französischen Behörden haben wir umgehend geeignete Kapazitäten zur Unterstützung der Brandbekämpfung identifiziert und in Einsatzbereitschaft versetzt. Deutschland steht in dieser schwierigen Lage fest an der Seite unserer engen Freunde und Partner. Die Bundeswehr verlegt aktuell zur Unterstützung der französischen Kräfte zwei CH-53-Transporthubschrauber sowie Löschgerät und weiteres Material zur Bekämpfung der Brände mittels eines A400M zur französischen Militärbasis Cazaux. Der Einsatz der deutschen Unterstützungskräfte soll nach aktueller Planung bei den Waldbränden in der Umgebung von Bordeaux erfolgen und ist in Absprache mit unseren französischen Partnern zunächst auf fünf Tage begrenzt.
Pressemitteilung BMVg
A400M nur als Transportmittel – kein Löscheinsatz
Während Frankreich bereits seit einigen Tagen eigene A400M-Maschinen als Löschflugzeuge einsetzt, übernimmt die deutsche Maschine ausschließlich Transport- und Verlegungsaufgaben für Personal und Material. Eine Sprecherin des BMVg präzisierte auf Nachfrage, der deutsche A400M sei nicht für den direkten Löscheinsatz vorgesehen. Airbus hatte vor vier Jahren einen Feuerlösch-Umrüstsatz für den A400M vorgestellt; Frankreich hatte damit im vergangenen Jahr erste Tests durchgeführt. Eine Beschaffung dieses Kits durch Deutschland ist nach Angaben aus Berlin bislang nicht geplant.
Zu den eingesetzten Hubschraubern veröffentlichte das Ministerium ein Foto, auf dem vier CH-53-Helikopter beim Betanken durch ein Tankfahrzeug der dritten Staffel des Hubschraubergeschwaders 64 zu sehen sind. Nach Angaben der Ministeriumssprecherin sind darunter auch die beiden entsandten Maschinen abgebildet; weitergehende Angaben zum Verlegeort wurden aus Gründen der operativen Sicherheit nicht gemacht. Als mögliche Heimatstandorte des Hubschraubergeschwaders 64 kommen Holzdorf/Schönewalde südlich von Berlin sowie Laupheim in Frage.
Der aktuelle Hilfseinsatz reiht sich in die enge bilaterale Zusammenarbeit beider Streitkräfte ein. Erst Mitte Juli 2026 hatten Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und sein französischer Amtskollege beim Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat in Nörvenich und Brühl eine Vertiefung der militärischen Kooperation vereinbart.

