Bild: Bundeswehr/Johannes Heyn
Beispielbild Einsatz Wasserbehälter Smokey. Transporthubschrauber CH-53 entleert den 5.000 Liter fassenden Wasserbehälter Smokey über dem Einsatzort bei Treuenbrietzen im Rahmen der Unterstützung bei der Waldbrandbekämpfung südlich von Berlin, am 24.08.2018.

Abschlussupdate 16. August 2026 19:00 Uhr

Der Katastrophenschutzeinsatz der Streitkräfte im Kreis Düren ist offiziell beendet. Am frühen Abend wurden die vier verbliebenen Bergepanzer abgezogen, und auch die Reservisten des Kreisverbindungskommandos Düren stellten ihre Beratungsarbeit vor Ort ein.

Damit endet ein intensiver Assistenzeinsatz zur Unterstützung von mehreren hundert zivilen Feuerwehr- und Rettungskräften, die seit Freitag gegen das schwerste Waldbrandereignis in der Geschichte Nordrhein-Westfalens gekämpft hatten. In der Spitze unterstützten rund 50 Soldatinnen und Soldaten die zivilen Behörden im Katastrophengebiet. Die Gesamteinsatzbilanz der Bundeswehr umfasst neben den vier schwergerüsteten Bergepanzern den Einsatz von insgesamt vier Hubschraubern, die in 150 Flügen rund 457.000 Liter Löschwasser über den brennenden Waldflächen abwarfen.

Update 16. August 2026 10:30 Uhr

Gute Nachrichten aus dem Hürtgenwald: Der Hubschraubereinsatz der Bundeswehr konnte am Abend des 15. August erfolgreich abgeschlossen werden. Maßgebend für das Ende der Luftunterstützung waren die schnellen Löscherfolge der Streitkräfte sowie einsetzender Niederschlag, der die angespannte Situation am Boden spürbar entschärfte. In insgesamt 150 Flügen hatten die Besatzungen bis dahin beeindruckende 457.000 Liter Wasser über den Brandflächen abgeworfen.

Während der Luftraum wieder freigegeben ist, läuft der Bodeneinsatz weiter. Die vier Bergepanzer bleiben vorerst im Katastrophengebiet gebunden. Ihre Aufgabe ist es, weitere Schneisen durch den Forst zu schlagen, damit die zivilen Feuerwehren auch schwer zugängliche Glutnester problemlos erreichen und die verbliebenen Nachlöscharbeiten sicher durchführen können.

Ebenso verbleibt das Kreisverbindungskommando Düren vor Ort. Die Verbindungsoffiziere stehen der zivilen Einsatzleitung weiterhin ununterbrochen mit militärischer Fachberatung zur Seite.

Update 15. August 2026 10:30 Uhr:

Am Morgen des 15. August wurde die militärische Unterstützung am Boden und in der Luft spürbar intensiviert. Vor Ort sichern nun insgesamt vier schwere Bergepanzer das Areal: Neben den Fahrzeugen des Typs Bergepanzer 2 der Aachener Technischen Schule des Heeres schaffen mittlerweile auch Büffel-Bergepanzer des Unnaer Versorgungsbataillons 7 breite Schneisen im Gehölz, um dem Feuer die Nahrung zu entziehen.

Auch mit CH-53 unterstützt die Bundeswehr die Brandbekämpfung. Bild: Bundeswehr

Im nordrhein-westfälischen Kreis Düren kämpfen hunderte zivile Einsatzkräfte seit dem Vorabend gegen einen ausgedehnten Waldbrand. Ein Großfeuer bedroht dort die Gemeinde Hürtgenwald in der Eifel, wo bereits mehrere hundert Hektar Wald in Flammen stehen. Die Gemeinde hat offiziell die Großschadenslage ausgerufen. Nachdem sich der Wind in der Nacht gedreht hatte, rückten die Flammen immer näher an die Ortschaft heran. Schließlich wurde die Evakuierung des Ortsteils Gey unausweichlich, sodass gut 1800 Menschen ihre Häuser vorsorglich verlassen mussten. Am späten Vormittag trennten die Flammen stellenweise nur noch zehn Meter von den verlassenen Wohnhäusern. Die Brandursache ist bislang unklar, laut dem Dürener Landrat Ralf Nolten befinden sich aktuell jedoch keine Menschen in Gefahr und weitere Evakuierungen sind vorerst nicht nötig.

Symbolbild (Archiv). Soldaten vom Versorgungsbataillon 131 schlagen mit dem Bergepanzer Büffel breite Schneisen durch die Vegetation beim Waldbrand in der Gohrischheide in der Nähe von Zeithain auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz, am 05.07.2025. Bild: Bundeswehr/Anne Weinrich

Da die zivilen Feuerwehren die Ausbreitung des Feuers nicht mehr allein eindämmen konnten, leistet die Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe Unterstützung. Bereits seit der vergangenen Nacht packen Soldatinnen und Soldaten der Technischen Schule des Heeres direkt vor Ort an. Mit zwei Bergepanzern schlagen sie breite Brandschneisen im Gelände, um den Vormarsch der Flammen gezielt zu verlangsamen. Die Unterstützung aus der Luft lief am Mittag an, als zwei Transporthubschrauber des Typs NH-90 vom Transporthubschrauberregiment 10 aus dem niedersächsischen Faßberg am Einsatzort eintrafen. Ab dem frühen Nachmittag greifen ihre Besatzungen mit gezielten Löschwasserabwürfen in die Brandbekämpfung ein.

Die Koordination der eingesetzten Bundeswehrkräfte liegt beim Kreisverbindungskommando Düren, das mit seinem Personal direkt am Brandort vertreten ist. Die Gesamtführung des gesamten Einsatzes verbleibt jedoch durchgehend bei den lokalen zivilen Behörden. Rechtliches Fundament für diesen Assistenzeinsatz bildet Artikel 35 des Grundgesetzes, der die Bundeswehr zur Amtshilfe für andere Behörden ermächtigt. Dem Einsatz ging ein förmliches Amtshilfeersuchen der zuständigen Zivilbehörde voraus, welches im Operativen Führungskommando der Bundeswehr genehmigt wurde. Für solche Katastrophenfälle hält die Bundeswehr nach eigenen Angaben keine gesonderten Ressourcen bereit, sondern greift flexibel auf bestehende Truppenteile zurück.

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