Gute Nachrichten für die schwere Truppe: Die Beschaffung von 23 hochmodernen Bergepanzern 3 Büffel in der Variante A2 nimmt final Fahrt auf. Mit den neuen Kettenfahrzeugen will die Bundeswehr die Lücken schließen, die im Jahr 2022 durch die Abgabe von 21 Bergepanzern 2 sowie zwei Bergepanzern 3 zur Unterstützung an die Ukraine entstanden sind. Das Vorhaben wurde im politischen Berlin bereits ungeduldig erwartet. Nun rückt die Realisierung greifbar nahe: Die obligatorische 25-Millionen-Euro-Vorlage zur Freigabe der Haushaltsmittel aus dem Einzelplan 60 steht für die kommende Woche auf den Tagesordnungen des Haushalts- und des Verteidigungsausschusses.

Aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, dass der Rüstungskonzern Rheinmetall den Auftrag für die Fertigung und Lieferung der 23 Einheiten erhalten soll. Der Zeitplan ist ambitioniert, aber konkret: Zwischen März 2028 und Juni 2029 sollen die neuen „Büffel“ direkt Zulauf zur Truppe finden. Technisch setzt die A2-Variante spürbare neue Akzente. Sie glänzt dem Vernehmen nach nicht nur mit einem spürbar leistungsfähigeren Kranausleger für schwere Feldinstandsetzungen, sondern basiert auch auf einer von Rheinmetall eigens weiterentwickelten Leopard-2-Wanne.

Auch finanziell und logistisch sorgt das Projekt für eine positive Überraschung und entkräftet frühere Befürchtungen. Die Gesamtkosten für das Paket – inklusive des nötigen Zubehörs und eines ersten Vorrats an Ersatzteilen – sollen sich nach Brancheninformationen auf rund 360 Millionen Euro belaufen. Damit sinkt der Preis pro System auf deutlich unter 15 Millionen Euro. Das ist ein bemerkenswerter Unterschied zu den düsteren Prognosen aus einem Brandbrief der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft (FFG), in dem noch von rund 20 Millionen Euro pro Panzer die Rede war.

Ebenso erweist sich die dort kritisierte Wartezeit von angeblich fünf Jahren bis zur Auslieferung des ersten Fahrzeugs als unbegründet. Wenn Rheinmetall wie geplant im März 2028 die ersten Schlüssel übergibt, vergehen von der anstehenden Vertragsunterzeichnung bis zur Auslieferung weniger als zwei Jahre.

Der besagte FFG-Brandbrief aus dem Juni 2025 hatte im Parlament eine emotionale Debatte entfacht, die im September 2025 in einem richtungsweisenden Maßgabebeschluss des Haushaltsausschusses mündete. Die Abgeordneten zogen darin klare Leitlinien für die Beschaffung: Per Direktvergabe an Rheinmetall darf die Bundeswehr demnach ausschließlich jene Systeme ersetzen, die auch tatsächlich als Ukraine-Hilfe abgegeben wurden. Die Modernisierung der verbleibenden, mittlerweile spürbar in die Jahre gekommenen Restflotte des Typs Bergepanzer 2 muss dagegen zwingend über ein reguläres, kompetitives Wettbewerbsverfahren laufen.

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Und dieser Folgeauftrag hat es in sich: Militärexperten schätzen den weiteren Bedarf der Bundeswehr auf über 100 zusätzliche moderne Bergepanzer, um die alten Bestände komplett zu ersetzen und eine solide Umlaufreserve für den Ernstfall aufzubauen. Es wird erwartet, dass die Ausschreibung für dieses Großprojekt noch im Laufe dieses Jahres startet. Dabei geht es nicht nur um reine Bergefahrzeuge: Der geplante Wettbewerb soll eine vielseitige, gesamte Unterstützungspanzer-Familie umfassen, die unter anderem auch verschiedene spezialisierte Panzervarianten für die Pioniertruppe beinhaltet.

Titelbild: Rheinmetall

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