Einsätze im In- und Ausland stellen Soldatinnen und Soldaten vor erhebliche psychische Herausforderungen. Um diese Belastungen besser zu bewältigen, setzt die Bundeswehr auf ein Konzept der gegenseitigen Unterstützung innerhalb der Truppenverbände.
Speziell ausgebildete Kameradinnen und Kameraden fungieren als erste Anlaufstelle für Personal, das unter Stresssituationen leidet. Diese geschulten Ansprechpartner sind Teil der Truppe und können dadurch Vertrauen schneller aufbauen als externe Fachleute. Sie sind in der Lage, unmittelbare emotionale und praktische Unterstützung zu leisten und bei Bedarf Hilfsangebote zu vermitteln.
Das Modell „Kameraden helfen Kameraden“ trägt zur Steigerung der Krisenfestigkeit bei. Es ergänzt professionelle psychologische und ärztliche Betreuung und soll insbesondere dazu beitragen, dass Belastungsreaktionen frühzeitig erkannt und angemessen bearbeitet werden. Durch die Etablierung einer Kultur der Fürsorge innerhalb der Einheiten wird die Hemmschwelle gesenkt, sich Unterstützung zu holen, ohne dabei stigmatisiert zu werden.
Diese Maßnahme ist Teil des ganzheitlichen Ansatzes der Bundeswehr zur Förderung der physischen und psychischen Gesundheit ihrer Angehörigen. Die Investition in solche präventiven und unterstützenden Strukturen ist ein wesentlicher Baustein für die Einsatzbereitschaft und das Wohlbefinden der Truppe.
Quelle: Bundeswehr