Auf belgischem Territorium nahe der deutschen Grenze versinken derzeit rund 3.000 Hektar Wald- und Heideflächen in den Flammen. Wegen der drohenden Gefahr mussten vorsorglich erste Bereiche des angrenzenden deutschen Orts Kalterherberg geräumt werden. Nach einem Amtshilfeersuchen der belgischen Behörden greift die Bundeswehr seit dem 17. August 2026 von der Luft aus in die Löscharbeiten ein.
Für die Brandbekämpfung schickte die Truppe am Montagmittag zwei NH-90-Transporthubschrauber ins Katastrophengebiet. Bereitgestellt werden die Maschinen vom Transporthubschrauberregiment 10 aus dem niedersächsischen Faßberg sowie dem Transporthubschrauberregiment 30 aus Niederstetten in Baden-Württemberg.
Beide Luftfahrzeuge führen sogenannte „Bambi Buckets“ mit sich – Spezialeimer, mit denen der NH-90 pro Flug bis zu 2.000 Liter Löschwasser aufnehmen und zielgerichtet abwerfen kann. Während der Fliegerhorst Nörvenich die logistische Absicherung auf deutscher Seite übernimmt, erfolgt die operative Steuerung und Einweisung der Helikopterbesatzungen direkt vom belgischen Militärflugplatz Spa aus.

