Kampfhubschrauber Tiger der Bundeswehr in Mali abgestürzt

Im Uno-Einsatz im Norden Malis ist ein Kampfhubschrauber Tiger der Bundeswehr abgestürzt. Ein Rettungsteam ist auf dem Weg. Es ist unklar, ob die beiden Piloten an Bord überlebt haben. Auch die Absturzursache ist noch ungeklärt. Der Absturz ereignete sich in der nordmalischen Gao-Region.

Meldung von REUTERS

BAMAKO (Reuters) – A German military helicopter working with the United Nations peacekeeping mission in Mali crashed in the desert north on Wednesday, a spokesman for the mission said.
There was no information on the fate of the Tiger attack helicopter’s two German crew members or the cause of the crash, which occurred in Gao region, Ahmad Makaila said.

Update 18:40 Uhr:

Nach SPIEGEL-Informationen waren am Nachmittag (Ortszeit) zwei Hubschrauber vom Typ „Tiger“ von der Uno zu einem Einsatz rund 150 Kilometer nördlich von Gao angefordert worden. Offenbar war dort ein Konvoi unter Feuer geraten, die Kampfhubschrauber sollten die Truppen am Boden unterstützen.

Warum einer der beiden deutschen Helikopter abstürzte, die jeweils mit zwei Piloten besetzt sind, ist derzeit noch unklar. In Bundeswehrkreisen hieß es, bisher gebe es keinerlei Hinweise auf einen Angriff vom Boden, folglich gehe man von einem technischen Defekt oder einem anderen Problem aus.

Update 18:55 Uhr:

Update 22:00 Uhr:
Berlin, 26.07.2017, Einstellzeit: 22.00 Uhr.
Am 26. Juli 2017 gegen 14.20 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit ist ein Kampfhubschrauber Tiger aus bislang ungeklärter Ursache circa 70 km nordöstlich von Gao in Mali abgestürzt. An Bord des Hubschraubers befanden sich zwei Besatzungsangehörige, die bei dem Absturz ums Leben gekommen sind.

Über den UN-Einsatz Minusma

Die Bundeswehr ist im Rahmen des UN-Einsatzes Minusma in Mali mit bis zu 1000 Soldaten im Einsatz. Anfangs beschränkte sich der Beitrag der Bundeswehr zu MINUSMA vor allem auf Stabspersonal, Verbindungsoffiziere sowie Flugzeuge zum Transport und zur Luftbetankung. Am 28. Januar 2016 beschloss der Bundestag aber auf Antrag der Bundesregierung eine erste Verstärkung des deutschen Engagements.

Zusätzlich zu den bisherigen Kräften hat die Bundeswehr dann eine verstärkte gemischte Aufklärungskompanie entsandt, die mit unbemannten Drohnen und Spähpanzern des Typs Fennek ausgerüstet ist. Hinzu kommen vor allem Objektschützer, Versorger und Fernmelder.

Am 26. Januar 2017 hat der Bundestag das Engagement der Bundeswehr in Mali erneut erweitert. Künftig werden Transporthubschrauber des Typs NH-90 und Kampfhubschrauber des Typs Tiger eine Fähigkeitslücke schließen, die der Abzug niederländischer Kräfte sonst hinterlassen würde. Die Transporthubschrauber dienen vor allem der Rettung Verwundeter und Verletzter, die Kampfhubschrauber dem Schutz der eigenen Truppe. Das deutsche Kontingent bei MINUSMA darf bis zu 1.000 Soldaten und Soldatinnen umfassen.

Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

Kommentar schreiben